Bildung, Bewegung und Gemeinschaft gehören zusammen. Für uns GRÜNE endet Bildung nicht am Schultor – sie findet auch in der Freizeit, im Sportverein, in der Bibliothek und in der offenen Jugendarbeit statt. Unser Ziel ist es, jungen Menschen in Hochheim gute Voraussetzungen zu bieten: für gerechte Bildungschancen, für Beteiligung und für ein aktives, gesundes Aufwachsen.
Wir begrüßen ausdrücklich die Entscheidung des Main-Taunus-Kreises, eine gymnasiale Oberstufe in Hochheim einzurichten – eine Forderung, die wir seit unserer Gründung 2008 immer wieder in die politischen Diskussionen eingebracht haben und die nun endlich Wirkung zeigt. Damit wird der Bildungsstandort Hochheim gestärkt und jungen Menschen ein durchgängiger Bildungsweg vor Ort ermöglicht. Die Stadt soll diesen Prozess konstruktiv begleiten und die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.
Darüber hinaus wollen wir Bildung breiter denken. Die Stadtbibliothek soll weiter als außerschulischer Lern- und Begegnungsort gestärkt werden. Sie bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Zugang zu Wissen, Medien und ruhigen Lernräumen – unabhängig vom Geldbeutel. Gerade für Schülerinnen und Schüler kann sie einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengleichheit leisten.
Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich willkommen fühlen und selbst gestalten können – außerhalb von Schule und Elternhaus. Wir setzen uns dafür ein, Jugendräume zu schaffen und weiterzuentwickeln, die den Bedürfnissen junger Menschen entsprechen.
Ein wichtiger Baustein ist dabei die mobile Jugendarbeit. Streetwork-Angebote sollen Jugendlichen dort begegnen, wo sie sich aufhalten, und gemeinsam mit ihnen Projekte und Angebote entwickeln. Entscheidend ist für uns: Jugendliche sollen nicht nur Zielgruppe sein, sondern aktiv beteiligt werden. Ihre Perspektiven und Ideen sollen ernst genommen und in politische Entscheidungen einbezogen werden.
Sport spielt in Hochheim eine zentrale Rolle. Sportanlagen und Vereine sind Orte der Bewegung, aber auch der Begegnung, der Integration und des ehrenamtlichen Engagements. Der bestehende Sportstättenentwicklungsplan bildet hierfür eine wichtige Grundlage und soll in der kommenden Wahlperiode konsequent umgesetzt werden.
Besonderen Wert legen wir auf Transparenz und Beteiligung bei der Weiterentwicklung des Sportplatzes. Der Sportplatz ist für viele Menschen ein identitätsstiftender Ort. Deshalb setzen wir uns für ein offenes Bürgerforum Sportplatz ein, in dem Vereine, Schulen, Nutzerinnen und Nutzer sowie Anwohnerinnen und Anwohner gemeinsam Anforderungen benennen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und tragfähige Lösungen entwickeln können. So stärken wir den Sportplatz als Ort der Inklusion und des Miteinanders.
Vereine sind ein tragender Pfeiler des gesellschaftlichen Lebens in Hochheim. Sie schaffen Gemeinschaft, vermitteln Werte und ermöglichen Teilhabe. Wir wollen bestehende Vereinsstrukturen stärken und ihre Arbeit nachhaltig unterstützen.
Förderungen sollen transparent, unkompliziert und verlässlich gestaltet werden. Wichtig ist uns, dass alle Menschen Zugang zu Vereinsangeboten haben. Kinder und Jugendliche sollen ermäßigte Beiträge nutzen können, damit finanzielle Hürden nicht zur Ausgrenzung führen. Auch für Menschen mit Einschränkungen oder mit Migrationsgeschichte sollen Zugänge weiter erleichtert werden.
Neben dem organisierten Vereinssport wollen wir auch niederschwellige Bewegungsangebote im öffentlichen Raum ausbauen. Frei zugängliche Angebote ermöglichen Bewegung ohne Mitgliedschaft und feste Zeiten – für Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen gleichermaßen.
Denkbar sind beispielsweise Calisthenics-Anlagen, Bouleplätze oder frei nutzbare Spielflächen. Solche Angebote fördern Gesundheit, Begegnung und eine aktive Nutzung öffentlicher Räume und ergänzen das bestehende Vereinsangebot sinnvoll.
Unser Ansatz verbindet Bildung, Jugend und Sport zu einem Gesamtbild. Gute Lernbedingungen, attraktive Freizeitangebote und starke Vereine tragen gemeinsam dazu bei, dass junge Menschen sich in Hochheim wohlfühlen und Perspektiven sehen. Wir wollen eine Stadt, in der Kinder und Jugendliche gehört werden, sich ausprobieren können und Unterstützung finden – und in der Sport und Bewegung für alle zugänglich sind.
In diesem Wahlprogramm verwenden wir den Gender-Doppelpunkt (:). Er bezieht alle Geschlechter ein, ist gut lesbar und wird von Vorleseprogrammen barrierefrei verarbeitet.
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