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Grüne: Stadtentwicklung muss Klimakrise immer mitdenken

Einblicke ins Wahlprogramm – Klima als zentrale Aufgabe

Die letzten sechs Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen um 1800 (Quelle: World Meterological Organization (2021). „2020 was one of three warmest years on record”, s. Press Release Number 14012021.). Die Klimakrise hat längst begonnen. Die Folgen sind nicht nur brennende Regenwälder und verheerende Hungersnöte am in anderen Regionen der Welt – sie betreffen uns auch direkt hier in Hochheim. Gerade für Kinder und ältere Menschen sind die immer neuen Hitzewellen eine unmittelbare Gesundheitsgefahr. Das Überschwemmungsrisiko steigt auch am Main deutlich. Und auch als Weinstadt ist Hochheim von dramatischen Klimaveränderungen in besonderer Weise getroffen. 

Es ist also klar: Wir müssen gegensteuern, wenn wir die Lebensqualität in Hochheim weiterhin und langfristig erhalten wollen! Der notwendige Wandel sollte aber auch als Chance verstanden werden: “Es liegt an uns, zu entscheiden, wie wir unser Zusammenleben zukünftig gestalten wollen, was Lebensqualität für uns bedeutet und welche schlechten Gewohnheiten wir zu unserem eigenen Nutzen ablegen können” so Spitzenkandidat und Klimaforscher Florian Fuhrmann. Gelingen kann dieser Aufbruch nur im Zusammenspiel aller politischen Ebenen, doch kommt der Kommunalpolitik hier eine besondere Rolle zu: Hier ist Politik direkt erfahrbar - hier wird es konkret. Was also ist unser Angebot, das wir als Hochheimer Grüne der Bevölkerung machen wollen? 

Unser Konzept kommunaler Klimaschutzpolitik beinhaltet zwei Säulen: Klimaschutzmaßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und Klimaanpassungsmaßnahmen zur Regulierung des städtischen Mikroklimas, um auch angesichts einer Erhitzung weit mehr als 2° einen lebensfreundlichen öffentlichen Raum zu erhalten. Zur Dezentralen Energiegewinnung eignet sich in Hochheim insbesondere die Photovoltaik. Daher wollen wir den Ausbau der Solarabdeckung öffentlicher Dächer weiter vorantreiben und im privaten Raum fördern. 

Weiterhin spielen Frischluftschneisen, sowie „grüne Oasen“ als angenehme öffentliche Orte eine zentrale Rolle. Wir kämpfen dafür, solche langfristigen Überlegungen bei allen öffentlichen Bauvorhaben mitzudenken. In naher Zukunft fällt darunter etwa die Neugestaltung des Berliner Platzes, der als klimaverträgliches Modellprojekt dienen sollte. Das Ziel muss sein, weitere Grüne Zonen im Stadtbild zu schaffen, sowie bestehende zu erhalten. Beispiele sind der Hummelpark als erholsamer Anziehungspunkt, an dem auch Freiluftveranstaltungen stattfinden können, wie es als viele Bürger:innen immer wieder anregen. Auch das Weihergelände eignet sich hervorragend für eine Bereicherung durch Urban Gardening nach dem Andernacher Vorbild der „essbaren Stadt“. Derartige Konzepte können durch eine starke Einbindung der Bevölkerung auch die städtische Gesellschaft enorm bereichern.  

Gleichzeitig ist einer weiteren Versiegelung und Entgrünung der Stadt entgegenzutreten: Es müssen Anreize zur Vermeidung von Steingärten geschaffen werden. Sinnvoll ist zudem die Errichtung von Regenrückhaltebecken zur Entlastung des Trinkwasserverbrauchs. Hier könnte etwa ein Rabatt bei den Abwassergebühren auf Niederschlagswasser eingeführt werden, wenn etwa mehr Entsiegelung oder Fassadenbegrünung umgesetzt wird, als in den Bebauungsplänen vorgeschrieben ist. Ein zentrales Instrument ist zudem eine starke und sozial gerechte Baumschutzsatzung, für die wir uns jahrelang eingesetzt und im letzten Jahr gemeinsam mit der SPD einen beschlussreifen Entwurf vorgelegt haben. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Natur- und Umweltbildung für Jung und Alt, idealerweise als Erweiterung des Abenteuerspielplatzes am Käsbach. 

Klimapolitik muss dabei immer als Gesamtpaket gedacht werden. Daher brauchen wir ein städtisches Klimaschutzkonzept, das Mobilität, Begrünung, Frischluftzonen, Wassermanagement und Energieeffizienz zusammendenkt. Ziel ist eine jährlich zu überprüfende Senkung der CO2-Emission und des Temperaturanstiegs in Bezug auf das innerstädtische Mikroklima. Hierfür stehen auf Landes-, Bundes- und Europaebene eine Vielzahl an Fördertöpfen zur Verfügung, die jedoch viel zu selten abgerufen werden. Um hier Abhilfe zu schaffen, Maßnahmen zu Bündeln und die kontinuierliche Umsetzung des Klimaschutzplanes sicherzustellen soll daher eine (von Land und Bund geförderte) Stelle als Hochheimer Klimaschutzmanager:in geschaffen werden. So kann der ökologische Wandel auch in Hochheim gelingen. 



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